

Erdsondenbohrungen bilden den ersten Schritt der geothermischen Erschliessung. Mit vollhydraulischen Raupenbohrgeräten realisieren wir je nach geologischen Verhältnissen Bohrungen bis 400 Meter Tiefe, selbst unter anspruchsvollen Bedingungen. Das Lufthebeverfahren sorgt für einen kontrollierten Bohrverlauf und ein standfestes Bohrloch, in das die Sonden später eingebracht werden.
Durch diese Vorgehensweise entsteht eine belastbare Grundlage für langlebige Systeme und einen gleichmässigen Energiefluss aus dem Erdreich.


Erdsonden bilden das eigentliche Wärmetauschsystem im Untergrund. Die Polyethylenrohre werden in die vorbereiteten Bohrlöcher abgetäuft und mit einer Zement-Bentonit-Suspension dauerhaft fixiert. In diesem geschlossenen System zirkuliert ein Wärmeträgerfluid, das Energie aus dem Erdreich aufnimmt oder überschüssige Wärme zurückführt.
Die Erdwärmesonde gewährleistet einen stabilen Betrieb über viele Jahre und ermöglicht eine konstante Versorgung für Heiz- und Kühlanwendungen.


Bentonit-Spülbohrungen kommen dort zum Einsatz, wo der Untergrund besondere Anforderungen stellt, etwa bei feinsandigen oder kiesig-/tonigen Schichten. Durch das Spülmedium wird Material kontrolliert abgetragen und die Bohrung stabilisiert.
Dieses Verfahren ergänzt die klassische Erdsondenbohrung und ermöglicht eine sichere und präzise Ausführung auch in geologisch schwierigen Gebieten.


Filterbrunnen werden eingesetzt, wenn Grundwasser als Energiequelle genutzt wird. Entscheidend sind ein erreichbarer Grundwasserspiegel und ein durchlässiger Boden. Das System besteht aus einem Entnahmebrunnen mit geschlitztem Kunststoffrohr sowie einem Rückgabebrunnen, der das abgekühlte Wasser wieder in das Grundwasserfeld einleitet.
Der kontrollierte Wasserkreislauf ermöglicht eine konstante Nutzung der Grundwasserwärme und eine ressourcenschonende Betriebsweise.

